Schalke 04
Schalker mit Leidenschaft

Seit der Saison 2006/2007 habe ich es endlich geschafft, zwei Dauerkarten zu erhalten, was natürlich nicht so einfach war beim geilsten Club der Welt. So sitze ich nun jedes Heimspiel auf der Gazprom-Tribüne (Osttribüne, Gegengerade) im Block 48.

Am 14. März 2007 hatte ich Gelegenheit, hinter die Kulissen zu schauen und im Rahmen eines unter Mitgliedern verlosten Tages “auf Schalke” das Training zu beobachten, mit einigen Spielern und natürlich dem Manager Andy Müller und unserem damaligen Chef-Trainer Mirko Slomka zu sprechen sowie einen Blick in die “Arena”, die Umkleiden, den Pressebereich und ins Innere der Rasentechnik zu werfen.

Zitat zu dem Besuch von der Internet-Präsenz “www.schalker-sein.de”:

 Manager Müller: Dieses Jahr ist es etwas ganz Besonderes!

 Gespannte Erwartung lag in der Luft, als die zehn Gewinner der Aktion “Schalker werben Schalker” im Restaurant “ssnullvier” zusammensaßen. Die Gespräche verstummten nach und nach, immer häufiger wurde auf die Uhr geschaut. Schließlich sollte jeden Moment jemand eintreffen, dem man im normalen Fußballalltag nicht so nahe kommen kann: Schalke-Manager Andreas Müller.

Treffen mit Andy Müller

Als dieser zu der Gruppe stieß und jedem Einzelnen die Hand schüttelte, war das Eis schnell gebrochen. “Was wollt ihr wissen? Ihr könnt alles fragen”, eröffnete der 44-Jährige das Gespräch. Das ließen sich die Schalke- Mitglieder nicht zweimal sagen. Vor allem Personalfragen waren es, die die Runde beschäftigten und die Müller sehr offen und geduldig beantwortete. Einige kritische Stimmen zu der Verpflichtung von Heiko Westermann wurden laut, da die Fans dem Bielefelder momentan keine gute Leistung attestieren wollten. “Wir beobachten Heiko seit seiner Zeit in der zweiten Liga, als er noch bei Greuther Fürth gespielt hat”, beschwichtigte Müller. ”Wir glauben fest an seine Qualitäten und wissen, dass der Junge noch eine Menge Luft nach oben hat”.

Diskussionsbedarf gab es außerdem wegen der Spekulationen um eine Verpflichtung von Jermaine Jones. Müller: ”Natürlich interessieren wir uns für den Spieler. Er ist ein Typ wie Gustavo Varela, der sich niemals schont. Für seinen Verein gibt er 100 Prozent, das imponiert uns”. Außerdem gab der Manager Einblicke in das Prinzip, welches hinter der Einkaufspolitik der Knappen steht. Er lege Wert auf eine wirtschaftlich vertretbare Zusammenstellung einer qualitativ hochwertigen und jungen Mannschaft, so Müller. Dafür sei häufig schnelles Handeln gefordert, welches sich in der Regel auszahle. “Man hat doch in den letzten zwei bis drei Jahren gesehen, wohin die Reise geht”, verwies er auf das erfolgreiche Abschneiden der Königsblauen in den vergangenen Spielzeiten.

Auch bezüglich der aktuellen Spielzeit zeigte sich Müller optimistisch: “Es gibt auf dem Weg nach oben immer viele Widerstände, aber da muss die Mannschaft jetzt durch. Wenn die Jungs diese Hürde nehmen, dann wirft sie so schnell nichts mehr um”. Der Grund für diese Zuversicht ist der aktuelle Kader, denn “wir haben in dieser Saison eine unglaubliche Qualität in der Mannschaft. Die Jungs stehen absolut füreinander ein”. Mit einem vielsagenden Funkeln in den Augen ergänzte der Manager: ”Dieses Jahr ist es etwas ganz Besonderes”.

Bereits um zehn Uhr morgens war die Gruppe der Schalke-Mitglieder in der Geschäftsstelle eingetroffen. Die Wettergötter waren den zehn Gewinnern der Aktion “Schalker werben Schalker” hold. Bei strahlendem Sonnenschein beobachteten sie die gut 90-minütige Trainingseinheit der Knappen. Anschliessend ging es auf Autogramm- und Fotojagd in der Mixed-Zone am Trainingsgelände, die sonst ausschliesslich für Spieler und Journalisten zugänglich ist. Anschliessend machte man sich ins Parkstadion auf, wo die ein oder andere Erinnerung an vergangene Tage wach wurde. “Hier habe ich zum letzten Mal gestanden, als wir vier Minuten lang Meister waren”, hiess es da zum Beispiel wehmütig. Den Bogen zur Gegenwart schlug Manuel Neuer, denn dieser war mit einem Fernseh-Team in der altehrwürdigen Fußball-Arena unterwegs. Nachdem die Schalke-Fans die Dreharbeiten beobachtet hatten, begaben sie sich zum Mittagessen ins Restaurant “Essnullvier”.

"Pressekonferenz"

Nach einem ausgiebigen Mittagessen und dem Expertengespräch machte sich dir Gruppe auf den Weg zur Arena, wo sie einen Blick hinter die Kulissen werfen konnte. Neben den Business-Bereichen ging es in die Kabine und anschliessend durch den Spielertunnel auf den Platz.

Mit dieser Führung klang der Tag auf Schalke für die zehn Gewinner langsam aus, die sich mit all den neu gewonnenen Eindrücken und zufriedenen Gesichtern gegen 17 Uhr auf den Heimweg machten.